image

Tobias Beck

Unbox your
Life!

BEWOHNERFREI®:

Das Geheimnis für

deinen Erfolg im Leben

image

Externe Links wurden bis zum Zeitpunkt der Drucklegung des Buches geprüft. Auf etwaige Änderungen zu einem späteren Zeitpunkt hat der Verlag keinen Einfluss. Eine Haftung des Verlags ist daher ausgeschlossen.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

ISBN Buchausgabe: 978-3-86936-869-6

ISBN epub: 978-3-95623-774-4

Lektorat: Sabine Rock, Frankfurt am Main | www.druckreif-rock.de

Umschlaggestaltung: total italic (Thierry Wijnberg), Amsterdam / Berlin

Titelfoto: kucherav/Adobe Stock

Autorenfoto: Robert Pauly

Satz und Layout: Lohse Design, Heppenheim | www.lohse-design.de

© 2018 GABAL Verlag, Offenbach

Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Das E-Book basiert auf dem 2018 erschienenen Buchtitel "Unbox your life!" von Tobias Beck, ©2018 GABAL Verlag GmbH, Offenbach

www.gabal-verlag.de

www.facebook.com/Gabalbuecher

www.twitter.com/gabalbuecher

Inhalt

Prolog

Spiegelneuronen

Bewohner – blutleere Vampire mit großem Appetit

Ameisen – ein lebenslanges Marschieren Richtung Durchschnitt

Diamanten – von Druck und Glanz

Superstars – geboren, um die Welt zu erobern

Warum stehst du jeden Morgen auf? Finde deine Passion!

Wie ich meine Passion fand

Gespräche mit Ruth

Und nun? Mentoren und Superstars

Worauf wartest du? Ändere dein Leben

Zurückgeben – die vier Kästchen und das Glück

Früher war alles besser!

Programmieranleitung für Spiegelneuronen

Warum das alles?

Frag niemanden um Erlaubnis

Das Umfeld und dein Wachstum

Das magische Aquarium

Der Fallschirm

Du bist kein Zufall

Diamanten entstehen unter Druck – du auch!

Der Dalai Lama und das große Mimimi

Meine Reise nach innen

Die Spuren der Vergangenheit: pures Gold

Bleib auf deinem Weg

Literatur

Dank

Über den Autor

Prolog

»Normalerweise ist die Lufthansa auf dieser Strecke immer zu spät.« Ich blicke meinen Sitznachbarn im Flugzeug verdutzt an und starre in die toten Augen von Rom. Vor gerade einmal einer Minute habe ich mich hingesetzt. Ich habe diesen Menschen neben mir noch nie zuvor gesehen, aber sein Satz bringt mich dazu, augenblicklich nach der Stewardess zu klingeln. Sie werden sich fragen, warum, und dazu möchte ich Ihnen gerne eine Frage stellen: Kennen Sie auch solche Menschen, bei denen immer alles furchtbar und grauenvoll ist? Menschen, die das Haar in der Suppe suchen und denen es im Sommer zu heiß und im Winter zu kalt ist? Bei denen das Biowetter im Apotheken-Blättchen immer negativ ausschlägt und der Tag sofort gelaufen ist? Menschen, die einfach nur irgendwie ihren Körper mitbringen, um Ihnen augenblicklich alle Lebensenergie zu entziehen?

Wissen Sie, was ich meine? Wunderbar. Und wissen Sie, wie ich diese Menschen nenne? Dann passen Sie mal auf: Ich drücke also das Knöpfchen über meinem Sitz und die Stewardess erscheint. Was denn los sei, fragt sie mich. »Neben mir sitzt ein Bewohner«, antworte ich ihr schockiert. »Ein was, bitte?« »Ein Bewohner«, entgegne ich, ohne die Miene zu verziehen. Gleich darauf bekomme ich einen neuen Sitzplatz.

image

Wieso ich diesen Aufwand betreibe? Weil mein Sitznachbar sonst die gesamte Strecke von Frankfurt nach München genutzt hätte, um mir von seinem extrem schweren Leben zu berichten. Denn genau das tun »Bewohner« – und zwar mit großer Begeisterung! Kennen Sie diese Situationen, in denen Sie Ihren Gesprächspartner am liebsten mit einem Eimerchen Kreide nach draußen zum Malen schicken würden – in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst erledigt? Leider funktioniert das meistens nicht. Ich habe herausgefunden, wie man sich diese unangenehmen Zeitgenossen am besten vom Leib hält – und genau das können auch Sie in Zukunft mit Bewohnern machen!

Lassen Sie uns Klartext sprechen: Was genau sind Bewohner? Bewohner googeln Krankheiten, wenn ihnen langweilig ist. Bewohner leben nach dem Mondkalender und richten sich nach dem Biowetter, um eine Erklärung für ihre Beschwerden zu haben. Bewohner regen sich darüber auf, dass man das Viereck bei Tetris nicht wenden kann. Wenn Bewohner von Zielen sprechen, meinen sie den Feierabend. Mit längerfristigen Zielen meinen sie das Wochenende – und regen sich dann noch darüber auf, dass ein Tag zwischen Samstag und Sonntag fehlt.

An sich wäre es überhaupt kein Problem, dass diese Menschen ständig vor sich hin jammern, aber sie haben nun mal diese nervige Angewohnheit: Sie sprechen! Zum Beispiel darüber, dass ihr Cousin dritten Grades mütterlicherseits sich den kleinen Zeh an der Regentonne gestoßen hat. Und wissen Sie, warum diese Menschen das tun? Sie betteln gierig nach Aufmerksamkeit und Anerkennung. Aber die Sache mit der Aufmerksamkeit hat einen Haken: »Je mehr Aufmerksamkeit man einer Sache schenkt, desto größer wird sie«, heißt es nicht umsonst. Ich vergleiche das gerne mit einer Fächerbewegung. Stellen Sie sich vor, Sie fächern mit einem Stück Karton Luft in Richtung Lagerfeuer. Was passiert? Der Bereich, dem Sie Ihre Aufmerksamkeit widmen, wird größer und größer.

Genau so ist es mit Ihnen und den Bewohnern. Diese Spezies vermehrt sich, indem sie mit Ihnen spricht. Was folgt daraus? Wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit zu sehr auf Bewohner richten, dann? Richtig, dann werden Sie selbst einer! Wollen Sie das? Sicherlich nicht. Und genau deshalb schreibe ich dieses Buch. Ich möchte, dass Sie und ich in einer Welt leben, in der es weniger Menschen gibt, die sich über das Loch im Donut beschweren. Denn im Grunde möchten die meisten Menschen, die ich treffe, nur eines sein: erfolgreich und glücklich. Eine Geheimformel dafür habe ich nicht. Aber ich beschäftige mich seit über 15 Jahren damit, was Menschen wirklich erfolgreich macht. Und alle diese erfolgreichen Menschen haben eines gemeinsam: Sie führen ein Leben ohne … na, ahnen Sie es? Ohne Bewohner!

Dieses Buch erzählt Ihnen von einer bunten Reise. Es berichtet von meinen Begegnungen mit Bewohnern, Ameisen, Diamanten und Superstars. Davon, wie ich meine Passion fand und auch Sie Ihre Passion finden können. Ich zähle mich nicht zu den erfolgreichsten Menschen. Aber ich fühle mich innerlich reich. Weil ich jeden Tag meine Passion leben und ein Stück davon weitergeben darf, um den Menschen da draußen zu helfen, erfolgreich zu werden. Wenn Sie ein Teil davon sein möchten, sind Sie hier richtig. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit diesem Buch.

Eine Sache noch: Wir werden uns in den nächsten Stunden ein bisschen näher kennenlernen. Wäre es für Sie okay, wenn ich solange »Du« sage? Wenn wir uns eines Tages draußen, im echten Leben, treffen, können wir ja noch einmal darüber sprechen, ob es beim »Du« bleibt.

Spiegelneuronen

Erfolg zu haben ist ganz einfach. Was wäre, wenn ich dir sage, dass du den Schlüssel dazu direkt vor Augen hast? Ja, ganz wortwörtlich! Schau dir einfach deine Umgebung näher an: Mit wem lebst du zusammen? Mit wem arbeitest du? Ist dein Umfeld voller positiver Energie? Mit wem verbringst du deine Freizeit? Das ist der wohl wichtigste Punkt überhaupt. Schreibe nun die Namen der fünf Personen auf, mit denen du die meiste Zeit verbringst.

Wer sind diese Menschen und welche besonderen Eigenschaften haben sie?

Das bringt mich zu meiner ersten wichtigen These: Ich bin der festen Meinung, dass dein Ziel und dein Streben nach Erfolg von genau diesen Menschen beeinflusst werden. Schwer zu glauben, aber genau so ist es. Bildlich gesehen sind wir quasi die Summe der fünf Menschen, mit denen wir uns am meisten umgeben. Aber wie lässt sich das begründen – warum ist das so? Da hat sich unser Gehirn etwas ganz Spannendes ausgedacht: Darf ich vorstellen? Deine Spiegelneuronen.

image

Diese wunderbaren Instrumente sitzen direkt hinter unseren Augen und ich garantiere dir eines (ohne mit deinen Spiegelneuronen jemals das Vergnügen gehabt zu haben): Sie sehen echt alles! Und dafür gibt es einen fundierten wissenschaftlichen Hintergrund. Spiegelneuronen sind Nervenzellen, die beim Betrachten einer Situation ähnliche Gefühls- und Aktivitätsmuster auslösen, so als würde man die Situation selbst erleben. Ist das nicht der Wahnsinn? Das einfachste Beispiel für die Existenz dieser Nervenzellen ist wohl das bekannte »Gähn-Phänomen«, das sicherlich jeder schon einmal erlebt hat: Wenn dich jemand in der S-Bahn oder im Auto angähnt, wird bei dir das gleiche Muster in Gang gesetzt und du kannst gar nicht anders, als herzhaft mitzugähnen. Der eine oder andere wird jetzt sogar während des Lesens schon einen Reiz verspüren. Und, merkst du schon etwas? Ja? Dann funktioniert alles bestens bei dir.

image

Was bedeutet das nun für dein Leben? Betrachtest du in deinem Job täglich die genervten Kollegen, die nur über Urlaubsanträge und die Zuweisung der falschen, nicht ergonomisch geformten Schreibtische lamentieren? Schaust du jeden Abend dem unzufriedenen Bewohnerfreund zu, der erst einmal drei Bier braucht, um mit der Welt und der Gesamtsituation klarzukommen? Was passiert dann wohl in deinem Gehirn? Genau! Deine Spiegelneuronen nehmen die betrachteten Muster instinktiv auf und möchten sich am liebsten postwendend im vierten Bier deines Kumpels selbst ertränken.

Unsere Spiegelneuronen lassen uns nicht nur das Verhalten (Körpersprache, Mimik etc.) der Menschen in unserer Umgebung so miterleben, als sei es Teil unseres eigenen Lebens; sie sind auch dafür verantwortlich, dass wir die Menschen in unserem Umfeld imitieren. Du hast gar keine andere Wahl! Du ahmst also völlig unbewusst das Verhalten deiner unmittelbaren Umwelt nach. Und das hat durchaus Vorteile. Früher, in der Steinzeit, war es absolut sinnvoll und hat den Menschen das Überleben ermöglicht. Wer sich anders als die Gruppe verhalten hat, musste mit seinem sicheren Tod rechnen. Heute geht es – meistens – nicht mehr ums Überleben. Allerdings sind sich die Wissenschaftler darüber einig, dass sich unser Gehirn in den letzten paar Tausend Jahren kaum verändert hat. Primär hat unsere Schaltzentrale im Kopf immer noch eine Hauptaufgabe: Schutz vor Gefahr! Am liebsten wollen deine grauen Zellen, dass alles so bleibt, wie es ist, und du dich am besten nicht weit aus der Höhle wagst, denn dort lauert sie schon: die Gefahr.

Aber was hat das alles mit unserem Leben im Hier und Jetzt zu tun? Wenn du ganz ehrlich zu dir selbst bist: Wäre es mir möglich, eine Menge über dich zu erzählen, nachdem du mir deine fünf besten Freunde vorgestellt hast? Ich wüsste zumindest etwas über dein Einkommensniveau, über deine Hobbys, ob du Bücher liest, und wenn ja, welche. Ob du lieber die »Einkommensvernichtungsmaschine« – den Fernseher – anstellst oder Seminare besuchst, um dich weiterzuentwickeln. Ihr werdet euch ähnlich kleiden und einen ähnlichen Lebensstil teilen. Auch die Frage nach dem Rauchen oder Alkoholtrinken hat mit diesen fünf Menschen zu tun. Warum? Wegen der Spiegelneuronen! Da findet ein unbewusster Imitations- und Anpassungsprozess statt. Dazu gibt es auch eine schöne Anekdote: Ist dir noch nie aufgefallen, dass die meisten Hunde ihrem Herrchen zum Verwechseln ähnlich sehen? Und wer sucht denn hier wen aus?

image

Ich kann mir gut vorstellen, wie du beim Lesen gerade angestrengt die Stirn kräuselst – wie du fieberhaft die Liste der Menschen überdenkst, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Aber keine Angst, du bist nicht der Erste, der sich beim Reflektieren fragt, warum ihn nicht schon früher jemand auf diesen Zusammenhang aufmerksam gemacht hat. Wie heißt es so schön: Gleich und gleich gesellt sich gern. So war es doch schon in der Schule. Dort gab es eine klare Gruppenbildung. Es gab die Sportlichen, die Musikalischen, die naturwissenschaftlich Begabten etc. Ist dir nicht damals schon aufgefallen, dass die Mitglieder dieser Gruppen sich ähnlich kleideten und ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legten? Das gilt übrigens für alle Gruppen, die viel Zeit miteinander verbringen. Und es bringt mich zum Anfang dieses Kapitels zurück: Die Menschen in deinem Umfeld sind maßgeblich für deinen Erfolg oder Misserfolg verantwortlich.

Es kommt darauf an, sich ein realistisches Bild von seinem Umfeld zu machen. Extreme Schieflagen sind eher selten. Vermutlich sind nicht alle deine Freunde sportlich, familiär und finanziell unabhängig, tolle Gesprächspartner, stets ausgeglichen und dazu noch selbstreflektiert. Das ist vollkommen okay. Ich nehme an, deine »best five« sind aber auch keine »selbstverschuldet« übergewichtigen Raucher, die ihr Weltbild aus Klatschzeitungen und Webseiten mit Verschwörungstheorien beziehen. Sonst würdest du dieses Buch vermutlich gar nicht erst in den Händen halten. Denn eines ist sicher: Menschen mögen Menschen, die ihnen ähnlich sind. Irgendjemand wird dir dieses Buch empfohlen oder sogar geschenkt haben. Und für diesen Freund bist du wahrscheinlich einer seiner fünf Menschen, mit dem er in Zukunft eine Delle ins Universum hauen möchte. Diesen Freund solltest du gut festhalten und dabei eine klare Entscheidung für dein Leben treffen. Meine Frau Rita und ich haben das bereits getan. Wir haben uns dafür entschieden, nur noch Menschen in unser Leben zu lassen, die uns nach oben und nicht nach unten ziehen. Denn die Problemzone sitzt leider viel zu oft direkt hinter der Stirn und manchmal sogar im Bett neben dir. Dazu kommen wir noch.

Was heißt das im Klartext für dich? Wenn du wirklich erfolgreich sein möchtest, dann suche dir die richtigen Menschen, die deinen Kopf und deine Spiegelneuronen füttern. Wenn du abnehmen möchtest, dann solltest du dir Menschen suchen, die unter Sport nicht das Drehen von Zigaretten verstehen.

Bewohner – blutleere Vampire mit großem Appetit

Wer hat das nicht schon selbst erlebt: Es ist Montagmorgen und du sprühst vor Energie und Vorfreude auf die Woche – aber sobald du in die blutleeren Gesichter deiner Bewohnerkollegen schaust, gehen deine gute Laune und deine Motivation spontan flöten. Wenn du genug davon hast und wirklich erfolgreich sein möchtest, dann brauchst du Menschen um dich herum, bei denen das Licht an- und nicht ausgeht, wenn sie einen Raum betreten – wegen der Spiegelneuronen! Sie sind dein großer Schatz und äußerst empfindlich. Behüte und schütze sie entsprechend. Sonst wirst du über kurz oder lang selbst zum Bewohner.

Wenn ich an Bewohner denke, habe ich ein bestimmtes Bild vor Augen: Es handelt sich dabei um die Art von Mensch, die einfach nur physisch anwesend ist. Innerlich sind diese Menschen schon tot, aber noch nicht umgefallen, damit sie auf ihrer eigenen Beerdigung noch ein bisschen mehr jammern können. Sozusagen Vampire. Hast du spontan schon ein paar Namen aus deinem Umfeld im Kopf? Dann bitte unbedingt aufschreiben! Denn das sind sie: Die BEWOHNER in DEINEM Leben!

image

Dazu möchte ich eine Geschichte mit dir teilen:

»Tobi«, sagte Rita und streichelte dabei liebevoll meine Hand. »Da, wo wir jetzt hingehen, sind ganz normale Menschen. Die wissen weder, was du beruflich machst, noch wollen sie ein Lebenscoaching von dir haben. Lass uns bitte einen schönen Abend verbringen und wir gehen einfach kurz auf den Balkon, wenn es dir zu viel wird, ja?« Wir waren auf dem Weg zur Party eines Kollegen meiner Frau, der seinen Dreißigsten feierte. Bevor ich irgendwo mit ihr hingehe, wo mich noch keiner kennt, werde ich immer aufs Sofa gesetzt und bekomme ein Briefing, wie ich mich in der Öffentlichkeit zu benehmen habe.

Eins kannst du mir wirklich glauben: Ich gebe mir immer die allergrößte Mühe, mich an diese Regeln zu halten. Das klappt an manchen Tagen ganz wunderbar, aber dieser Tag war definitiv keiner davon. Warst du schon einmal auf einer dieser Partys, auf denen sich trotz des 40 Quadratmeter großen Wohnzimmers alle Gäste in einer fünf Quadratmeter großen Küche drängen? Das war so eine! Mir schwante Böses, als mich einige Menschen irritiert anstarrten, nachdem ich freudestrahlend einen »Wunderschönen guten Abend« in die Runde rief. Hier und da ein verhuschtes Lächeln, dort ein Kopfnicken. »Oha, nicht gut«, dachte ich bei mir. »Schatz«, flüsterte ich irritiert, »ist das der dreißigste Geburtstag eines Kollegen oder der Leichenschmaus für einen mir unbekannten Erbonkel?« Rita schob mich mit einem Lächeln in Richtung Schichtsalat und Pappteller.